Frauen werden in der ADHS Diagnosestellung zu oft wie Männer beurteilt.
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und die verbundene Begleiterkrankungen bei Frauen werden schlecht erkannt, oft spät oder falsch diagnostiziert. Dies hat negative Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden von Mädchen und Frauen während ihres gesamten Lebens.
Eine Übersichtsaufnahme identifizierte, welche fünf zentrale Entwicklungsbereiche aufzeigte:
- Kindheit und Jugend – späte Diagnose und frühe Komorbiditäten,
- Erwachsenenalter – hormonelle Auswirkungen und Komorbiditäten,
- Perinatale Periode – Ergebnisse und Herausforderungen,
- Wechseljahre und spätes Leben – hormonelle Übergänge und späte Diagnose,
- interdevelopmentale Behandlungsüberlegungen – Evidenzlücken und Ansätze
Frauen mit ADHS erleben häufig verzögerte Diagnosen.
… was zu einem erhöhten Risiko für Angstzustände, Depressionen und maladaptive Bewältigungsstrategien führt. Hormonelle Schwankungen verschlimmerten die ADHS-Symptome, insbesondere während kritischer Entwicklungsphasen wie der Pubertät, der perinatalen Periode, der Menopause und des späteren Lebens. Er hebt die Notwendigkeit der Behandlungs- und Versorgungsansätze hervor.
Dringende umfassende Diagnostik bei Frauen fordern.
Die Ergebnisse unterstreichen den dringenden Bedarf, das Bewusstsein für spezifische ADHS-Erscheinungen bei Frauen und Mädchen zu verbessern und Gesundheitsdienstleister besser auszubilden, mit dem Ziel einer früheren Diagnose und umfassender, individueller, massgeschneiderter Behandlungsstrategien. Zukünftige Forschung sollte sich darauf konzentrieren, das Zusammenspiel zwischen ADHS und seinen Begleiterkrankungen zu verstehen sowie geschlechtsspezifische Behandlungsoptionen zu untersuchen, um die Gesundheitsergebnisse von Frauen mit ADHS zu verbessern.
